Home

Advertisement

Anpassen

Besuch der Sternwarte Hubelmatte


[Sternbild Orion]


Zu meinem Geburtstag wurde ich von meinem Gotti eingeladen, in die Sternwarte nach Luzern zu gehen.
Endlich, nach längerem Planen und Verschieben haben wir uns entschieden, am Dienstag 29. Januar in die Sternwarte zu gehen. Das Wetter schien mitzuspielen. Mit meinem Bruder zusammen fuhren wir nach Luzern, gingen zuerst etwas essen und schliesslich in die Sternwarte in der Hubelmatte.

Leider war das Wetter dann doch nicht so optimal, ein paar grössere Wolkenfelder liessen nur eingeschränkte Sicht auf den nächtlichen Himmel zu. Immerhin war der Mond abnehmend und somit nicht sehr hell, was die Sicht wieder ein bisschen begünstigte. Die zwei Herren, die die Sternwarte an diesem Abend betreuten, erklärten den wenigen Besuchern alles mögliche und gingen auf Fragen ein. Jeder hatte die Möglichkeit, durch die grossen Fernrohre zu sehen und die Sterne und Planeten, die sich zeigten, von nahem zu betrachten. Leider war wirklich nur ein kleiner Teil zu sehen, aber immerhin weiss ich jetzt, wo ungefähr der Mars zu suchen ist. Die Sternwarte muss man sich aber nicht als Raum vorstellen, sondern alles ist unter freiem Himmel und somit war es auch entsprechend kühl/kalt. Eigentlich ist es auch nur eine Sternwarte, die von Hobby-Astronomen betreut wird, was aber alles nicht minder professionell erscheinen liess (klingt zwar widersprüchlich).

Wie man eigentlich schon weiss, hat man es in der Astronomie mit unvorstellbaren Distanzen zu tun. Die längste Distanz, die man bis jetzt beobachtet hat, ist 13 Milliarden Lichtjahre. Man stelle sich das vor! ( Info: Das Licht macht 300‘000 km pro SEKUNDE. = Das mit 60x60x24x366x13 Mia. Multipliziert!). Besser gesagt, man werde sich dessen bewusst!

Befasst man sich mit den ganzen Distanzen und Grössen da draussen im Weltall, erfährt man (wieder), wie winzig man doch ist. Wie unwichtig doch die Probleme hier auf der Erde zu sein scheinen. Ein Astronaut (mir ist der Name gerade entfallen), der die Chance hatte, vier mal ins All zu fliegen, sagte einmal: „Könnte jeder Mensch einmal die Erde aus dem All betrachten, hätten wir einige Probleme weniger.“ Da sieht man erneut, wie klein unsere Erde doch wieder ist. Und wie unwichtig die Streiteren der Politiker doch sein können.

Mich hat auch beeindruckt, als er von dem Flug zum Mars erzählt hat. Die Astronauten werden bis zu einem Jahr unterwegs sein, nur um auf den Mars zu kommen. Ein ganzes Jahr. Ich stelle mir vor, wie wenn ich jetzt aufbrechen würde, könnte meine Familie und Freunde endlich wieder sehen nach ein paar Jahren und es würde noch ganze 365 Tage dauern, bis ich endlich da sein werde!

In den zwei Stunden, in denen wir da waren, sind immer wieder Kindheitserinnerungen hoch gekommen. Ich war als kleines Mädchen schon fasziniert von der Raumfahrt und der Astronomie. Mich würde es sogar jetzt noch reizen, mich vermehrt damit zu befassen, aber die „cheibe“ Physik. Ich weiss noch, damals habe ich alle möglichen Zeitungsberichte herausgeschnitten, in Büchern gestörbert und mit dem Feldstecher und dem Fernrohr meines Vaters den Himmel nach Sternbilder und Himmelskörpern abgesucht. Ich war damals auch so fasziniert vom Kometen „Haley- Pop“.
Und auch heute tue ich es noch gerne, das Zurücklehnen und in die Sterne gucken. Wie oft fahre ich nach Hause und blicke in die Sterne (anstatt auf die Strasse – wie auch bei Sonnen auf/-untergängen).

Jedenfalls, der Besuch hat mich beeindruckt. Ich werde auf jeden Fall wieder einmal hingehen. Im Sommer, wenn man andere Sternbilder sehen kann. Und wenn es ein bisschen weniger Wolken hat. Oder ich schnappe mir im Sommer den Liegestuhl, das Fernrohr und eine Decke und übernachte draussen, wie ich es als Kind ab und zu gemacht habe.

Comments

(Anonym)

Din Iitrag lod mech ergendwie grad chli lo tröime. Ond macht mech nohdänklech...
Ech be im letschte Sommer ou mou ide Stärnwarti Hubelmatt gse.
Es hed aber (zu) vöu Lüüt gha damals of dem chliine Ruum.
Beidockend esch es aber of alli Fäu gse.
sÖbernachte met Legestuehl, Dechi & Färnglas tönt toll!!! xD

Gniess dFerie.
<3 Käthle

(Anonym)

Ähnliches hab ich auch gedacht, als ich nach langer Zeit wieder nachts unterwegs war und es mal nicht bewölkt war. Wie weit alles entfernt ist...
und in letzter Zeit hab ich eh viel über das Universum nachgedacht, wegen diesem Anime (XD"):

http://666kb.com/i/avpnv23xi9qqysnc8.jpg

Hmm, aber ich bin gegen Spacetourismus D8 Obwohl ich gerne mal ins Weltall fliegen würde...muss ein seltsames WOW-Gefühl sein.
Jedenfalls ein wirklich schöner Bericht von dir. <3

Advertisement

Anpassen